Text ist aus der Webseite www.recht-gegen-rechts.de entnommen.Jeder kann etwas gegen die Rechten tun!
Der Nachhilfelehrer, der statt über Mathe plötzlich über die "Judenlüge" redet. Der Pseudo-Jugendliche vor der Schule, der Dir eine CD gegen "die da oben" schenkt. Die Bomberjacken-Bubis, die sich beim "Ausländer raus!"-Rufen ganz stark fühlen. Der verstaubte Nachbar, für den Hitler ein "großer Politiker" statt ein Massenmörder war. Der Unbekannte, der in Deiner Straße ein Hakenkreuz an die Wand gesprüht hat.
Sie haben viele Gesichter. Manche tragen Glatze, strengen Scheitel oder sehen einfach aus wie irgendwer. Sie nennen sich "Volkes Stimme", "Kameraden" oder "Nationalisten". Andere tarnen sich mit Palästinensertuch und schwarzer Kluft, tricksen mit dem Image des kreuzbraven Bürgers oder täuschen mit ihren politischen Zielen. Sie geben sich als Umweltschützer aus, für die aber auch Ausländer nur Dreck sind. Als Globalisierungsgegner, für die alles Nichtdeutsche der Untergang ist. Als Abtreibungsgegner, die die Nation aussterben sehen. Rechte, Rassisten, Nazis – in ihren Köpfen verbindet sie eines: Für sie sind immer die anderen an allem Schuld. Erst recht, wenn die schwächer als sie selbst sind. Sie pfeifen auf unser Land und unsere Werte, obwohl sie es zu "retten" vorgeben. Dabei machen sie anderen das Leben schwer: Weil sich deren Hautfarbe unterscheidet, sie etwas anderes glauben, eine fremde Sprache sprechen oder krank sind. Neonazis wollen gar wieder einen neuen Hitler-Staat errichten – obwohl genau der zum Zweiten Weltkrieg mit 55 Millionen Toten führte.
Die Rechten gehen jedoch unterschiedlich vor: Rechtsradikale machen sich die Demokratie zunutze und wollen durch nicht verbotene Parteien oder Organisationen an die Macht kommen. Rechtsextremisten halten überhaupt nichts von unserer Verfassung, von Wahlen und der Gleichheit der hier lebenden Leute. Sie wollen die Demokratie lieber heute als morgen umstürzen. Doch es ist egal, ob sie Radikale oder Extremisten genannt werden: Straftaten darf keiner verüben. Auch in Deutschland gilt für Rechte grundsätzlich die Gedanken- und Meinungsfreiheit. Allein "rechts" zu sein, ist nicht strafbar. Doch diese Freiheit hat ihre Grenze dort, wo die Freiheit anderer bedroht ist. Beides zu schützen, ist nicht nur die Aufgabe von Politikern und Polizisten. Wem das friedliche Zusammenleben wichtig ist, der ist dafür auch verantwortlich – jeder Einzelne.
Leicht gesagt? Rassismus und Fremdenfeindlichkeit beginnen bereits im
Kleinen. Deshalb kann auch jeder im Kleinen aktiv werden: den
Kneipenwirt ansprechen, wenn am Nebentisch Nazi-Sprüche gebrüllt
werden. Dem angepöbelten ausländischen Mitschüler zur Seite stehen und
den Lehrer informieren. In der U-Bahn die Notbremse ziehen, wenn dort
jemand verprügelt wird. Oder einfach nur die Polizei anrufen, wenn Du
rechte Straftaten beobachtest. Den Helden muss niemand spielen. Nur wer
schweigt, stimmt den Rechten zu. Jeder
kann etwas tun: mit Recht gegen Rechts.
Recht gegen Rechts ist eine Broschüre und Internetseite der Jugend Information Nürnberg und des Kreisjugendrings Nürnberg-Stadt. Bei Recht gegen Rechts findest du die gesetzlichen Grundlagen, mit denen man gegen die Rechten vorgehen kann, wie und woran du sie erkennst, viele nützliche Verhaltenstipps und vieles mehr... Schau mal rein unter www.recht-gegen-rechts.de!

